Häufige Sportverletzungen

Einen Moment unachtsam, und schon ist es passiert: Wer beim Fußball oder dem täglichen Lauf umknickt oder ausrutscht, riskiert schwere Verletzungen der Sehnen und Knochen, die nur langsam verheilen. Die häufigsten Sportverletzungen haben wir für Sie zusammengetragen.

Muskelzerrung / Muskelfaserriss

Zerrungen und Muskelfaserrisse treten sehr häufig auf. Ursachen sind meist ein mangelndes Aufwärmen und eine Überlastung ungenügend trainierter Muskulatur. Abrupte oder unkoordinierte Bewegungen führen dann dazu, dass einzelne Muskelfasern gezerrt werden oder gar reißen. Je kälter die Umgebung desto eher kommt es zur Muskelzerrung. Während eine Muskelzerrung oft schon nach wenigen Tagen verheilt, dauert dies bei einem Muskelfaserriss bis zu drei Wochen. Häufig treten diese Muskelverletzungen am Oberschenkel oder der Wade auf.

Tennisellenbogen

Den Tennisarm gibt es nicht nur bei Tennisspielern: Der Ellenbogen ist geschwollen und gerötet, jede Bewegung tut weh. Ursache: Die Muskeln, die die Hand mit dem Ellenbogenknochen verbinden, sind überlastet. So kommt es zu kleinen Rissen in den Sehnen.

Bänderriss am Sprunggelenk

Das Sprunggelenk verbindet Fuß und Unterschenkel, für seine Stabilität sorgen starke Bindegewebsbänder. Von alleine reißen diese Bänder nicht. Ein Bänderriss entsteht entweder durch Umknicken oder durch Einwirkung von außen, zum Beispiel durch einen Tritt beim Fußball oder Hockey. Dadurch werden die Bänder überdehnt und im Extremfall reißen sie. Symptome: Heftige Schmerzen, eine rasche und erhebliche Schwellung sowie Blutergüsse. Der Fuß kann aufgrund der Schmerzen kaum belastet werden.

Achillessehnenprobleme (oder: Achillessehne)

Schon ab dem 30. Lebensjahr verlieren Sehnen langsam an Elastizität und sind nicht mehr so gut durchblutet. Ständige Überbelastung können im Laufe der Zeit winzige Risse in der Sehne entstehen lassen. Meist ist es dann eine ruckartige Belastung im Sport, die zu einem teilweisen oder vollständigen Riss der Sehne führt. Da die  Achillessehne für den normalen Gang unverzichtbar ist, muss ein Riss operativ behandelt werden.

Kniegelenksverletzungen (oder: Knie)

Die Verletzungsmöglichkeiten am Knie sind vielfältig. Am häufigsten sind schmerzhafte, aber meist harmlose Prellungen und Blutergüsse. Beim Verdrehen können jedoch die Seitenbänder überdehnt und auch der Meniskus geschädigt werden. Ein Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbandes verursacht eine Instabilität des Kniegelenks. Im Alltag kann dies durch physiotherapeutischen Aufbau der Beinmuskulatur ausgeglichen werden, für sportliche Aktivitäten ist meist jedoch eine operative Versorgung notwendig.

Schienbein-Prellung

Tritt, Schlag oder Sturz - das sind die häufigsten Ursachen für eine Prellung. Dabei wird in der Regel der weiche Muskel gegen die harten Knochen gedrückt, das schädigt an dieser Stelle Lymph- und Blutgefäße. Schwellungen und Blutergüsse sind die Folge. Prellungen können an jedem Körperteil auftreten. Besonders anfällig sind die schlecht „gepolsterten“ Schienbeine.

Verstauchung der Hand

Daumen- und Fingergelenke werden oft beim Hand- und Volleyball oder Skilaufen gestaucht. Aber auch bei anderen Sportarten - und zwar wenn man hinfällt. Denn jeder Mensch streckt dabei instinktiv die Hände nach vorne, damit der Körper nicht mit voller Wucht auf den Boden prallt. Vor allem, wenn die überstreckte Hand den Sturz abfängt, werden die Gelenkflächen für kurze Zeit aus ihrer normalen Position gehebelt, ohne sie vollständig auszurenken. Schwellungen, Schmerzen sind die typischen Symptome. Häufig sind auch Verstauchungen an den Füßen, verursacht durch Umknicken beim Sport.

Ermüdungsbruch am Mittelfußknochen

Ermüdungsbrüche entstehen im Gegensatz zu den „echten“ Knochenbrüchen nicht durch einen Unfall, sondern durch eine ständige Überlastung des Knochens. Besonders häufig betroffen sind die Mittelfußknochen bei Läufern und Fußballspielern. Es entstehen nach und nach mikroskopisch kleine Risse im Knochen, die irgendwann brechen. Der Sportler klagt meist über unspezifische Schmerzen am äußeren Rand des Fußes, die bei Belastung stärker werden.