Zahnersatz

Trotz gründlicher Zahnpflege kann Zahnersatz erforderlich werden, sei es in Form einer Krone, Brücke oder sogar als (Teil-)Prothese. Dadurch entstehen nicht unwesentliche Kosten. Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen sind für Zahnersatz zwar erhebliche Zuschüsse vorgesehen. Allerdings können für gleich- oder andersartigen Zahnersatz (über die Regelleistungen hinausgehend) zum Teil beträchtliche Mehrkosten entstehen, die der Patient selbst tragen muss.

Der Heil- und Kostenplan

Der Vertragszahnarzt wird Sie über die vorgesehene Behandlung informieren und das Ergebnis in einen kostenfreien Heil- und Kostenplan übernehmen (u. a. Befund, Regelversorgung - ggf. die gleich- oder andersartige Versorgung, Umfang, Kosten). Bitte reichen Sie diesen Plan mit Ihrem Bonusheft bei uns ein.

Wir prüfen für Sie, ob die Maßnahmen sinnvoll sind, um Ihnen wieder zum "richtigen Biss" zu verhelfen.

Der Festzuschuss

Gesetzliche Krankenkassen zahlen für Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) einen klar kalkulierbaren, festgelegten Betrag. Dieser sogenannte befundbezogene Festzuschuss ist ein Erstattungsbetrag der Krankenkasse, der sich am konkreten Befund (z. B. „fehlender Zahn im Unterkiefer“) orientiert. Demnach bekommen alle Versicherten bei gleichem Befund den gleichen Betrag erstattet. Der Festzuschuss entspricht dem Kassenanteil für die jeweilige Regelversorgung.

Wünschen Sie eine höherwertige Versorgung (z. B. Implantat statt Brücke), bekommen Sie den Festzuschuss trotzdem. Darüber hinausgehende Kosten müssen Sie aber selbst tragen, da es sich um eine Privatvereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Zahnarzt handelt.

Der Festzuschuss erhöht sich um 20 Prozent, wenn Sie sich in den letzten fünf Kalenderjahren mindestens einmal jährlich von einem Zahnarzt haben untersuchen lassen. Können Sie in den letzten zehn Jahren vor Beginn der Behandlung regelmäßige Vorsorge nachweisen, erhöht sich der Festzuschuss um weitere 10 Prozent. Lassen Sie deshalb vom Zahnarzt die durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen eintragen.

Eigenanteil

Ihr Eigenanteil an den Kosten für Zahnersatz kann trotz regelmäßiger Zahnpflege (Bonusheft) immer noch sehr teuer sein, selbst wenn Sie einen Bonus von 30 Prozent erreicht haben. Für diese Fälle sind die sogenannten Härtefallregelungen vorgesehen.

Bei unzumutbarer Belastung leistet die Novitas BKK zusätzlich zu den Festzuschüssen einen weiteren Betrag in jeweils gleicher Höhe, angepasst an die tatsächlich entstandenen Kosten, bei gleich- oder andersartigem Zahnersatz nur den doppelten Festzuschuss. Maßgeblich sind folgende Einkommensgrenzen (Einnahmen zum Lebensunterhalt):

Alleinstehender 1.218 Euro mit einem Angehörigen 1.674,75 Euro je weiteren Angehörigen zuzüglich 304,50 Euro. Wer Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder Ausbildungsförderung bekommt, wird übrigens immer als Härtefall betrachtet. Bitte beachten Sie, dass auch bei Härtefallregelungen keine Kostenübernahme für Privatvereinbarungen möglich ist.

Sollte Ihr Einkommen nur geringfügig über den oben genannten Einkommensgrenzen liegen, ist ggf. trotzdem eine zusätzliche Kostenbeteiligung der Novitas BKK möglich. Man spricht hier von der „gleitenden Härtefallregelung“.

Sparen beim Zahnersatz

Als Versicherter der Novitas BKK können Sie im Rahmen der Regelversorgung Zahnersatz auch ohne Zuzahlung des Eigenanteils erhalten.

Ansprechpartnersuche

Haben Sie noch Fragen? Ihr persönlicher Ansprechpartner beantwortet sie Ihnen gerne.

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