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Das CKD Stadium 3b

Das CKD-Stadium 3b bedeutet, dass Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist, unter Umständen aber noch stabil verlaufen kann.

Überblick

  • CKD-Stadium 3b bedeutet: Ihre Nierenfunktion ist mäßig bis fortgeschritten eingeschränkt

  • Die eGFR und die UACR helfen, das Ausmaß der Erkrankung einzuschätzen

  • Beschwerden treten oft nicht sofort auf

    Regelmäßige Kontrollen sind wichtig

Was genau steckt hinter dem CKD Stadium 3b?

Das CKD-Stadium 3b bedeutet, dass Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist, unter Umständen aber noch stabil verlaufen kann. Ihre eGFR liegt zwischen 30 und 44 mL/min/1,73 m². Das Stadium gehört zur sogenannten „mittleren bis fortgeschrittenen Phase“ der CKD.

Viele Menschen mit CKD 3b leben über Jahre hinweg ohne starke Beschwerden. Trotzdem ist es besonders wichtig, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen – durch regelmäßige ärztliche Kontrollen, eine passende Lebensweise und gegebenenfalls durch Medikamente, die Ihre Nieren gezielt schützen.

Was sind mögliche Symptome im Stadium 3b?

Viele Menschen mit Stadium 3b haben zunächst wenige bis keine spürbaren Beschwerden durch die CKD. Wenn Symptome auftreten, können sie sehr unterschiedlich und eher unspezifisch sein – zum Beispiel anhaltende Müdigkeit, trockene oder juckende Haut, Konzentrationsschwierigkeiten oder erhöhter Blutdruck. Manche Menschen bemerken auch vermehrtes nächtliches Wasserlassen oder Schwellungen an den Beinen oder Knöcheln (Ödeme).

Wichtig ist: Auch wenn Sie sich fit fühlen, sollten Sie sich regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen, denn das Fortschreiten der CKD kann leise verlaufen.

Was kann ich selbst tun?

Gerade im Stadium 3b können Sie noch viel selbst beeinflussen – oft mehr, als Sie denken. Kleine Schritte im Alltag machen einen großen Unterschied für Ihre Nierengesundheit.

  1. Ernährungsvorgaben einhalten

    Wenn Sie bereits Ernährungstipps von Ihrem Ärzteteam oder einer Ernährungsberatung bekommen haben, halten Sie sich möglichst gut daran. Sie helfen nicht nur Ihrer Niere, sondern auch Ihrem Blutdruck, Herz und Stoffwechsel.

  2. Medikamente einnehmen

    Wenn Ihnen Medikamente verschrieben wurden – zum Beispiel gegen Bluthochdruck oder um Ihre Eiweißausscheidung zu senken – nehmen Sie diese regelmäßig ein. Sie schützen Ihre Nieren langfristig und helfen, das Fortschreiten der CKD zu bremsen.

  3. Aktiv bleiben

    Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf Ihren Blutdruck, Ihren Zuckerhaushalt und Ihr Wohlbefinden aus. Sie müssen kein Sportprofi werden – schon tägliche Spaziergänge bringen viel.

  4. Gewicht anpassen

    Wenn Sie Übergewicht haben, kann schon eine moderate Gewichtsabnahme helfen, die Nierenfunktion zu stabilisieren. Ihr Ärzteteam kann Sie hier unterstützen.

  5. Lebensstil umstellen

    Rauchen Sie noch? Vielleicht wäre jetzt der richtige Moment aufzuhören. Auch der Umgang mit Alkohol, Schlaf und Stress kann Ihre Gesundheit insgesamt verbessern. Ihr Ärzteteam kann Sie hier ebenfalls unterstützen.

Wo finde ich Unterstützung mit CKD?

Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Neben Ihrem ärztlichen Team gibt es viele Stellen, die Ihnen helfen können. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Patientenbegleitung Ihrer novitas bkk oder Selbsthilfegruppen. Schauen Sie gerne in unsere Links zum Thema. 

Je früher Sie aktiv werden, desto mehr können Sie erreichen.

 

Quelle: Carealytix Digital Health GmbH – Mizu App (www.mizu-app.com)

  • Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) CKD Work Group. KDIGO 2024 Clinical Practice Guideline for the Evaluation and Management of Chronic Kidney Disease. Kidney Int. 2024 Apr;105(4S):S117-S314. doi: 10.1016/j.kint.2023.10.018. PMID: 38490803.
  • Chen TK, Knicely DH, Grams ME. Chronic Kidney Disease Diagnosis and Management: A Review. JAMA. 2019 Oct 1;322(13):1294-1304. doi: 10.1001/jama.2019.14745. PMID: 31573641; PMCID: PMC7015670.