Quelle: Carealytix Digital Health GmbH – Mizu App (www.mizu-app.com)
- Köstlich Essen: Nierenerkrankungen; Barbara Börsteken, TRIAS Verlag 2019 (3. Auflage)
Hier finden Sie sechs praktische Lebensmittel, die Ihnen im Ernährungsalltag mit einer CKD weiterhelfen. Am besten werden sie fester Bestandteil Ihrer Küchenroutine. Ob und in welchem Umfang Sie Kalium und Phosphat einschränken müssen, hängt vom Stadium Ihrer Erkrankung ab und entscheidet Ihr Ärzteteam – in den frühen Stadien ist eine Einschränkung häufig nicht notwendig.
Sahne-Wasser-Gemisch
Milch in großen Mengen ist bei einer chronischen Nierenkrankheit nicht ideal, da sie relativ viel Kalium und Phosphat enthält. Sie können aber ein Sahne-Wasser-Gemisch beim Kochen von Soßen, Pfannkuchen, Puddings usw. ausprobieren. Dieses enthält deutlich weniger von beidem. Dazu nehmen Sie ungefähr 1/3 Sahne und 2/3 Wasser – je nach Bedarf können Sie das auch variieren. Mehr Sahne macht die Konsistenz dicker, mehr Wasser macht sie flüssiger.
Salzfreie Gewürze & salzreduzierte Produkte
Im Supermarkt erhalten Sie viele Lebensmittel, die relativ viel Salz enthalten. Achten Sie besonders bei verarbeiteten Produkten, Instantprodukten und Gewürzmischungen darauf, dass sie weder Salz noch Zusatzstoffe enthalten. Salzfreie Produkte können von Vorteil sein, solange sie nicht auf einer Kaliumbasis hergestellt werden.
Milchalternativen
Vor ein paar Jahren haben Milchalternativen noch nach wenig geschmeckt. Mittlerweile haben Sojamilch, Reismilch und Hafermilch allerdings große Sprünge im Geschmack gemacht. Manche schmecken besser, manche weniger – wie bei allen Produkten müssen Sie das ein wenig ausprobieren. Gerade wenn man sie in den Kaffee mischt, schmeckt man kaum noch einen Unterschied.
Selbstgemachte Gemüsebrühe
Sie wissen nie genau, was in Gemüsewürfeln steckt. Sie sind aber auch ganz einfach selbst herzustellen! Geben Sie dafür gefriergetrocknetes Gemüse in den Standmixer, um daraus ein Pulver zu machen. Alternativ können Sie auch frisches Gemüse nehmen, das Sie in kleine Stückchen schneiden und im Ofen bei ca. 80-100 Grad einen halben Tag trocknen lassen. Danach können Sie auch dieses in den Mixer geben. Ihre Gemüsebrühe können Sie dann entweder in einem luftdichten Glas oder auch im Gefrierfach aufbewahren.
Soja und Tofu
Produkte aus Soja (Milch, Joghurt, Cremes usw.) sind eine gute Alternative zu Kuhmilch, denn sie enthalten nur ungefähr ein Viertel des Phosphats. Das bekannteste Sojaprodukt ist wahrscheinlich Tofu, also mehr oder weniger Sojakäse. Auch für Menschen, die Dialyse erhalten, eignet sich Tofu gut. Da Tofu allein aber relativ geschmacksneutral ist, sollten Sie ihn am besten mit Olivenöl und ein paar Kräutern würzen. Sie können Tofu übrigens auch gut in einen gemischten Salat geben.
Weinsteinbackpulver
Normales Backpulver enthält sehr viel Phosphat. Stattdessen können Sie phosphatfreies Weinsteinbackpulver für Ihre Backvorhaben verwenden. Auch bei Bäckereien können Sie jederzeit nachfragen – viele Biobäckereien verwenden mittlerweile phosphatfreies Backpulver. Achtung bei Weinsteinbackpulver, wenn Sie auch auf Ihr Kalium achten müssen: Es kann relativ viel Kalium enthalten.
Quelle: Carealytix Digital Health GmbH – Mizu App (www.mizu-app.com)