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Die Progression der chronischen Nierenkrankheit (CKD)

Das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit und die damit verbundene Abnahme der Nierenfunktion wird in Fachkreisen oft auch als Progression bezeichnet.

Was ist eine Progression?

Es gibt einige hilfreiche Instrumente, mit deren Hilfe Ihr Ärzteteam feststellen kann, ob eine Progression der CKD vorliegt. Zu diesen Hinweisen zählen:

  • Rückgang der eGFR

    um >25 Prozent gegenüber dem Ausgangswert

  • Abnahme der eGFR

    um > fünf mL/min pro Jahr

  • Übergang in ein neues CKD-Stadium

  • Auftreten neuer Symptome

    z. B. Müdigkeit, Wassereinlagerungen

Wie schnell schreitet die Nierenkrankheit voran?

Das hängt davon ab, wie gut die Risikofaktoren kontrolliert sind. Es gibt Patientinnen und Patienten, deren eGFR über Jahre hinweg stabil bleibt. Das entspricht fast dem natürlichen Alterungsprozess. In anderen Fällen zeigt sich ein schneller Abfall der eGFR von mehr als fünf mL/min pro Jahr. Das gilt vor allem bei unbehandeltem Bluthochdruck, Diabetes, Eiweiß im Urin oder Medikamentenpausen.

Grundsätzlich gilt: Eine chronische Nierenkrankheit schreitet vor allem in den frühen Stadien oft langsam voran. Wenn die Risikofaktoren gut kontrolliert sind, können viele Jahre vergehen, bevor es zu einem Fortschreiten und dem Übergang in das nächste Stadium kommt. Selbst ein Fortschreiten bis hin zur Dialyse, die erst in den fortgeschrittenen Stadien (CKD 4 und 5) notwendig werden kann, dauert häufig Jahrzehnte und wird in vielen Fällen nie erforderlich.

Anders sieht es aus, wenn wichtige Risikofaktoren nicht gut eingestellt sind oder Medikamente nicht zuverlässig eingenommen werden. Dann kann sich die Nierenfunktion deutlich schneller verschlechtern und ein Fortschreiten in das nächste Stadium oder sogar bis zur Dialyse bereits nach wenigen Jahren eintreten. Wie schnell das genau geht, hängt zusätzlich davon ab, wie hoch Ihre Nierenfunktion zum Zeitpunkt der Diagnose ist.

Sie sehen also: Eine pauschale Aussage ist kaum möglich. Aber wie verlässlich Sie die Therapieempfehlungen Ihres Ärzteteams umsetzen und wie gut es Ihnen gelingt, gesunde Verhaltensweisen in Ihren Alltag zu integrieren, spielt eine sehr wichtige Rolle. Sie selbst können also viel dazu beitragen, dass Ihre chronische Nierenkrankheit nur langsam oder möglicherweise gar nicht fortschreitet.

Was schützt vor einer Progression?

Die gute Nachricht: Sie können aktiv etwas tun, um das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit zu verlangsamen. Die stärksten evidenzbasierten Schutzfaktoren sind:

  • Gut eingestellter Blutdruck

  • Stabiler Blutzucker

    Individueller Zielwert je nach Nierenfunktion

  • Eiweiß im Urin

    Reduktion der Eiweißausscheidung (UACR) über Medikamente

  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme

    Senkt das Risiko für eine Progression

  • Gesunde Ernährung

    Anpassung der Kochsalz- und Proteinzufuhr

  • Regelmäßige Bewegung

    Mindestens 30 Minuten moderat intensive körperliche Aktivität pro Tag

  • Rauchen

    Im Optimalfall einstellen oder reduzieren

Quelle: Carealytix Digital Health GmbH – Mizu App (www.mizu-app.com)

  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): S3-Leitlinie „Versorgung von Patient*innen mit chronischer, nicht-nierenersatztherapiepflichtiger Nierenkrankheit in der Hausarztpraxis“. DEGAM-Leitlinie Nr. 22, AWMF-Register-Nr. 053-048, Version 2024, gültig bis 30.06.2029.
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