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Zehn Tipps für eine nachhaltige Gewichtsabnahme bei chronischer Nierenkrankheit (CKD)

Ein gesundes Gewicht ist nicht nur wichtig für Ihr Wohlbefinden, sondern hilft auch, der Entstehung zahlreicher chronischer Erkrankungen vorzubeugen. Hier finden Sie zehn praktische Tipps, die Ihnen dabei helfen können, Ihr Gewicht im Griff zu behalten.

Überblick

  • Ein gesundes Gewicht spielt eine wichtige Rolle für Menschen mit chronischer Nierenkrankheit

  • Das Herunterbrechen großer Ziele in kleine Schritte kann Ihnen helfen, diese greifbar zu machen

  • Besprechen Sie alle Anpassungen Ihres Lebensstils gemeinsam mit Ihrem Ärzteteam

Zehn Tipps für die Dialyse

Ihr Körpergewicht, das über den Body Mass Index (BMI) in verschiedene Kategorien eingeteilt werden kann, spielt eine entscheidende Rolle für Ihre Gesundheit. Ein gesundes Gewicht reduziert das Risiko für die Entstehung zahlreicher chronischer Erkrankungen, wie der Zuckerkrankheit (Diabetes) oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Doch auch ein zu niedriges Gewicht kann Folgen für Ihre Gesundheit haben. Ein starkes Untergewicht (BMI < 18.5 kg/m²) kann beispielsweise zu einer Abnahme der Knochendichte (Osteoporose) oder einer starken Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Ganz unabhängig von Ihren Nieren spielt das passende Gewicht also eine wichtige Rolle für Ihre Gesundheit.

Übergewicht und meine Nieren

Wie Sie bereits wissen, ist starkes Übergewicht (BMI ≥ 30 kg/m²) ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung chronischer Erkrankungen. Ein gesundes Gewicht spielt jedoch auch für die Gesundheit Ihrer Nieren eine zentrale Rolle. Das wird vor allem beim Blick auf den Zusammenhang zwischen starkem Übergewicht (BMI ≥ 30 kg/m²) und der chronischen Nierenkrankheit (CKD) klar.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass starkes Übergewicht ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung und den schnellen Fortschritt (Progression) der chronischen Nierenkrankheit ist. Gründe dafür sind beispielsweise hormonelle Veränderungen, niederschwellige Entzündungszustände oder ein erhöhter Blutdruck, der in Folge des starken Übergewichts auftritt.

Zehn praktische Tipps zum nachhaltigen Gewichtsverlust

Bei einer bestehenden CKD lohnt es sich also besonders, auf Ihr Gewicht zu achten. Um Sie beim Management Ihres Körpergewichts bestmöglich zu unterstützen, haben wir Ihnen außerdem einige kurze Tipps zusammengestellt.

Gewichtsveränderungen entstehen nicht über Nacht und erfordern vor allem Durchhaltevermögen. Auch bei diesen Tipps handelt es sich nicht um Wundermittel, sondern um Vorschläge, die Sie dabei unterstützen können, langfristig gesunde Routinen in Ihren Alltag zu integrieren. Was für Sie am besten funktioniert, können Sie selbst am besten beurteilen.

  1. Regelmäßige Bewegung einplanen

    Beginnen Sie mit leichtem Sport wie Spaziergängen oder Yoga. Bewegung unterstützt die Gewichtsabnahme und wirkt sich positiv auf Ihr Wohlbefinden aus.

  2. Muskelaufbau durch Krafttraining

    Muskeln verbrennen mehr Kalorien als Fettgewebe, auch im Ruhezustand. Schon kleine Übungen mit Gewichten können einen Unterschied machen.

  3. Kleine Ziele setzen

    Kleine, erreichbare Schritte wie tägliche Spaziergänge, Sport oder der Verzicht auf Zucker können helfen, große Ziele herunterzubrechen und greifbar zu machen.

  4. Flüssigkeitszufuhr optimieren

    Halten Sie sich an die von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlene Trinkmenge, um Ihren Stoffwechsel zu unterstützen.

  5. Weniger Sitzen

    Stehen Sie regelmäßig auf, um aktiv zu bleiben und möglichst viel niederschwellige Bewegung in Ihren Alltag einzubauen.

  6. Schlafqualität verbessern

    Achten Sie auf ausreichenden Schlaf. Für Erwachsene werden in der Regel sieben bis acht Stunden Schlaf pro Tag empfohlen. Ausreichend viel Schlaf kann helfen, Stress und Heißhunger zu vermeiden.

  7. Bewusst essen und Kalorienaufnahme anpassen

    Versuchen Sie, langsam und bewusst zu essen, achten Sie auf Ihre Sättigungssignale und vermeiden Sie möglichst gedankenloses Snacken. Zudem kann eine Einschränkung Ihrer Kalorienzufuhr kann Ihnen helfen, Ihr Gewicht zu reduzieren. Ihr Ärzteteam sagt Ihnen, wie viele Kalorien Sie für Ihr individuelles Gesundheitsziel zu sich nehmen sollten.

  8. Unterstützung suchen

    Familie, Freundinnen und Freunde können eine motivierende Rolle einnehmen. Vernetzen Sie sich außerdem mit Gruppen, die ähnliche Ziele und Interessen teilen.

  9. Fortschritte tracken

    Dokumentieren Sie jeden noch so kleinen Erfolg – so behalten Sie Ihren Fortschritt nicht nur langfristig im Blick, sondern motivieren sich auch, am Ball zu bleiben.

Wie lege ich los?

Bevor Sie nun loslegen, sollten Sie sich noch einmal mit Ihrem Ärzteteam abstimmen. Dieses kann Sie auf Ihrem Weg so nicht nur bestmöglich unterstützen, sondern Ihnen auch wichtige Informationen und Tipps rund um das Abnehmen liefern. Sie sollten außerdem alle Lebensstilanpassungen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen, um sicherzustellen, dass sie zu Ihren individuellen Bedürfnissen passen.

 

Quelle: Carealytix Digital Health GmbH – Mizu App (www.mizu-app.com)

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  • Kalantar-Zadeh K, Rhee CM, Chou J, Ahmadi SF, Park J, Chen JL, Amin AN. The Obesity Paradox in Kidney Disease: How to Reconcile it with Obesity Management. Kidney Int Rep. 2017 Mar;2(2):271-281. doi: 10.1016/j.ekir.2017.01.009. Epub 2017 Feb 1. PMID: 28439569; PMCID: PMC5399774.
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  • Nuttall FQ. Body Mass Index: Obesity, BMI, and Health: A Critical Review. Nutr Today. 2015 May;50(3):117-128. doi: 10.1097/NT.0000000000000092. Epub 2015 Apr 7. PMID: 27340299; PMCID: PMC4890841.