HIV soll niemand haben

HIV-Prophylaxe seit September Kassenleistung

Nichts ist so niederschmetternd wie eine HIV-Diagnose. In Zukunft wird das in Deutschland seltener. Seit dem 1. September übernehmen wir die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP). PrEP heißt "Vorsorge vor einem möglichen HIV-Kontakt". PrEP ist ein Medikament aus zwei Wirkstoffen, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil, die schon länger in der HIV-Therapie eingesetzt werden.

Dieses Medikament stoppt die Vermehrung von HIV-Viren in den Schleimhäuten und schützt vor Ansteckung. Bei korrekter Anwendung: Die PrEP-Tablette muss täglich zu einer Mahlzeit eingenommen werden, und der Schutz ist frühestens am dritten Tag aufgebaut (in der Vaginalschleimhaut sogar erst frühestens am achten Tag).

PrEP ist Kassenleistung für Menschen ab 16 mit erhöhtem Risiko, vor allem Männer, die mit Männern Sex haben, aber zum Beispiel auch Frauen, deren Partner HIV hat. Medizinische Begleitung ist unverzichtbar. Die Menschen, die PrEP nutzen, werden alle drei Monate auf HIV und andere Geschlechtskrankheiten untersucht.

„Diese Prophylaxe ist keine Impfung“, warnt Novitas BKK-Vorständin Kisten Budde, „Betroffene sind gut beraten, keine zusätzlichen Risiken einzugehen. Aber unter sonst gleichen Bedingungen sinkt die Ansteckungsgefahr dramatisch, und das ist eine wirklich gute Nachricht.“

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