Pflegeversicherung

Das Wichtigste im Überblick

Niemand wünscht sich, sie einmal zu brauchen, doch man fühlt ein Stück mehr Sicherheit, dass es sie gibt: die Pflegeversicherung. Vertrauen Sie im Fall der Fälle unseren kompetenten Pflege- und Kundenberatern. Sie gehen auf Ihre persönliche Pflegesituation ein und erklären Ihnen, mit welchen Leistungen der Pflegeversicherung Sie die bestmögliche Hilfe erhalten. Selbstverständlich sind sie Ihnen auch beim Ausfüllen der Anträge behilflich.

Hier können Sie sich vorab über die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit, die Leistungen, Pflegegrade, die soziale Absicherung der Pflegepersonen und vieles mehr informieren.

Aber all das kann kein persönliches Gespräch ersetzen. Deshalb: Rufen Sie uns an oder lassen Sie sich persönlich in unseren Geschäftsstellen beraten. Sofern möglich, besuchen wir Sie auch zu Hause, im Pflegeheim oder Krankenhaus.

Pflegebedürftigkeit

Leistungen der Pflegeversicherung erhält ein Pflegebedürftiger – unabhängig von der Dauer des Feststellungsverfahrens – grundsätzlich ab dem Tag des Eingangs des Antrags bei der Pflegekasse, frühestens vom Beginn der Pflegebedürftigkeit an. Wenn Sie erstmals Leistungen der Pflegeversicherung beantragen, nutzen Sie hierfür am besten unseren Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung.

Der Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung ist von der „amtlichen“ Feststellung der Pflegebedürftigkeit abhängig. Deshalb wird ein Gutachter des Medizinischen Dienstes tätig. Es gibt insgesamt fünf Pflegegrade. Bei der Begutachtung kommt es nicht mehr darauf an festzustellen, wie viele Minuten Hilfebedarf im Tagesdurchschnitt anfallen. Im Mittelpunkt steht dann die Frage, wie selbstständig der Mensch bei der Bewältigung seines Alltags ist, was er kann und was er nicht mehr kann. Dazu werden seine Fähigkeiten umfassend in allen Lebensbereichen begutachtet. Die Pflegebedürftigkeit muss weiterhin auf Dauer, voraussichtlich mindestens sechs Monate, bestehen.

Der Umfang der Beeinträchtigungen aus verschiedenen Lebensbereichen wird in den nachfolgend beschriebenen Modulen festgestellt. Aus dem so ermittelten und gewichteten Punktwert wird dann der Pflegegrad abgeleitet.

  1. Mobilität (z. B. Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen) = 10 Prozent
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (z. B. örtliche und zeitliche Orientierung) = 7.5 Prozent
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (z. B. nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten) = 7.5 Prozent
  4. Selbstversorgung (z. B. Körperpflege, Ernährung) = 40 Prozent
  5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (z. B. Medikation, Wundversorgung, Arztbesuch) = 20 Prozent
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (z. B. Gestaltung des Tagesablaufs) = 15 Prozent

Beitragssätze

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung wird ab dem 1. Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Beitrag liegt dann bei 3,05 Prozent, welcher solidarisch von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert wird. Für Kinderlose wird der Beitragssatz um 0,25 Prozentpunkte erhöht und liegt ab Januar 2019 bei 3,30 Prozent.

Welche besondere Regelung der Beitragstragung in Sachsen gilt, bzw. welche Änderungen die Bundesregierung plant, erfahren Sie hier.


Formulare

Sie können verschiedene Anträge auf unser Internetseite unter dem Punkt "Leistungen der Pflegeversicherung" herunterladen.

Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung
Antrag auf Verhinderungspflege
Antrag auf Kurzzeitpflege
Antrag auf Erhöhung des Pflegegrades