trauriges Mädchen am Fenster

Kinder trauern anders.

 

 

Der Umgang mit dem Tod                                

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist ein tiefer Einschnitt im Leben – auch für Kinder.

 

Richtig handeln in einer Akutsituation

Wie spreche ich mit Kindern über eine extrem traurige Nachricht?

 

Interview                                                          

Oliver Junker arbeitet seit vielen Jahren als Trauerbegleiter für Kinder.

Kinder trauern anders.

Trauer, Angst, Wut und Hilflosigkeit – der Tod eines nahestehenden Menschen ist für viele ein tiefer Einschnitt. Es gibt keine Übung in Trauer, nichts bereitet uns wirklich auf das Gefühl des Verlustes vor. Unsere Gesellschaft verdrängt den Tod, verbannt ihn aus unserem Alltag und unseren Gedanken. Doch der Umgang mit dem Tod ist die größte Herausforderung des Lebens.

Mit dieser Herausforderung dürfen wir unsere Kinder nicht allein lassen. Wenn wir ihnen Raum für ihre Form der Trauer geben und sie kindgerecht begleiten, dann können wir sogar von ihnen lernen. Kinder trauern anders. Doch ihr Schmerz ist ebenso tief und wichtig wie der unsere.

Der eigene Schmerz und die Trauer meines Kindes

Der Verlust eines Geschwisterkindes, eines Elternteils, Verwandten oder einer guten Freundin gehören zu den größten Belastungen für Seele und Körper. Wenn ein Kind einen Menschen verliert, den es liebt, fühlen wir uns als Erwachsene oft hilflos.

Es kann dramatische Umstände geben, in denen man als Elternteil selbst zutiefst betroffen ist und kaum mit den eigenen Gefühlen umgehen kann. Vielleicht war es eine schwere Krankheit, ein Unfall oder eine Selbsttötung, die einen geliebten Menschen aus unserer Mitte gerissen haben. Wie soll ich meinem Kind helfen, wenn ich mir doch selbst vor Trauer und Schmerz kaum zu helfen weiß?

Vater umarmt sein Kind

Ich muss stark sein! – Ein falsch verstandener Leitsatz

Oft ist es die Angst, etwas falsch zu machen, durch die wir Probleme verursachen. »Ich muss stark sein!« ist ein Leitsatz, der einen emotional ungünstigen Kreislauf in Gang setzen kann. Kinder orientieren sich an uns. Wenn sie sehen, dass Mama oder Papa den Schmerz nicht zeigen, dann versuchen auch sie, ihn zu verstecken. Dies kann wiederum dazu führen, dass Eltern die emotionale Belastung des Kindes falsch einschätzen und sich zu wenig darum kümmern.

Kinder sind sehr gut darin, die wahre Stimmung hinter unseren Worten zu sehen. Sie erspüren eine dramatische Situation mit großer Genauigkeit. Wenn wir ihnen Stärke vorspielen, sehen sie vor allem ein belastendes Missverhältnis zwischen unseren Gefühlen und Äußerungen. Dieser Effekt, in der Psychologie frozen face genannt, löst gerade bei kleinen Kindern ein hohes Maß an Angst und Stress aus.

Hilfreiches Verhalten in einer Akutsituation

Ein besonders belastender Moment für die Eltern: Sie müssen Ihr Kind mit der traurigen Nachricht konfrontieren. In dieser Situation können Eltern und Bezugspersonen vieles richtig machen, wenn sie drei wichtige Verhaltensregeln beherzigen.

  1. Kinder brauchen Wahrheiten, keine Informationsflut
    Sagen Sie Ihrem Kind mit klaren, kurzen Worten, was geschehen ist. Keine Umschreibungen, keine Verharmlosungen. Beispielsweise mit einem Satz, wie: »Ich muss dir etwas ganz ganz Trauriges sagen. Der Opa ist tot.« Mehr ist zunächst nicht nötig – weder bei einem Vierjährigen noch bei einem Zehnjährigen. Überfordern Sie Ihr Kind nicht mit einer Flut von Erklärungen. Dies fällt vielen Erwachsenen sehr schwer. Wenn Ihr Kind etwas wissen will, dann wird es fragen. Aber es kann sein, dass diese Fragen erst sehr viel später kommen.
  2. Emotionen zeigen und darüber sprechen
    Nach der Sachinformation muss die emotionale Information kommen. Lassen Sie die Nachricht ankommen. Sprechen Sie dann zunächst über Ihre eigenen Gefühle, beispielsweise: »Ich bin sehr traurig darüber und ich habe schon viel geweint, weil ich so traurig bin.« Damit geben Sie dem Kind eine Erklärung für etwas, das es bereits gespürt hat, bevor Sie überhaupt angefangen haben zu sprechen. Unser limbisches System reagiert aufgrund feiner Signale bereits nach 300 bis 400 Millisekunden mit einem Gefühl der Bedrohung. Deshalb ist eine schnelle Erklärung der Stimmung wichtig. Gleichzeitig zeigen Sie Ihrem Kind bereits einen Weg, mit der Situation umzugehen. Traurigkeit und Tränen sind ein normales und gesundes Ventil – nichts, was wir unterdrücken sollten.
  3. Stimmungswechsel zulassen
    Typisch für den Umgang von Kindern mit großer Trauer ist ein plötzlicher Wechsel von Traurigkeit zu Spiel und Spaß. Dies ist für Ihr Kind gut und gesund. Anstatt irritiert zu reagieren und auf gemeinsamem »Traurigsein« zu bestehen, können Sie dem Kind sogar entsprechende Angebote machen: »Was hältst du davon, Schaukeln zu gehen? « Oft brauchen die Kinder auch die »Erlaubnis«, sich kindgerecht und normal zu verhalten.
    Ein solcher Wechsel entspricht dem natürlichen Trauerverhalten eines Kindes. Sie gestatten Ihrem Kind, das zu tun, was für es selbst in diesem Moment richtig ist. Kinder spüren fast immer, was sie brauchen.

Mädchen hat den Kopf um Schos der Mutter

Aber du kannst doch jetzt nicht auf den Spielplatz gehen!

Die größte Schwierigkeit für viele Eltern liegt darin, dass Kinder tatsächlich anders trauern als Erwachsene. Kinder haben den natürlichen Impuls, sich immer wieder aus der Erstarrung der Trauer zu lösen und Dinge zu tun, die ihnen gut tun. Spielen, lachen, rennen, Freunde treffen, in den Kindergarten gehen. Kinder sind nur erstarrt, wenn wir sie dazu zwingen.

Falsche Wertvorstellungen von einem »angemessenen« Trauerverhalten oder sozialer Druck können dazu führen, dass Kinder sich zurückziehen und die Situation nicht gesund verarbeiten. Kinder trauern ebenso tief wie Erwachsene, aber sie tun es auf ihre Weise. Dabei brauchen sie unsere Begleitung, Aufmerksamkeit und Offenheit – keine Moralvorstellungen und Verhaltensregeln.

Vom Kleinkind zur Pubertät – Kindertrauer verändert sich

Trotz aller Gemeinsamkeiten ist Kindertrauer immer individuell. Hierbei bestehen große Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersphasen.

Kleine Kinder brauchen viele Jahre, um den Tod zu verstehen und seine Endgültigkeit zu erfassen. Doch sogar Säuglinge sind durch die hormonelle Stressbelastung der Mutter von einem Trauerfall betroffen. Es ist deshalb in keinem Alter unwichtig, wie wir mit unserem Kind und unseren eigenen Gefühlen umgehen.

Die Erfahrungs- und Vorstellungswelten von Kindern sind sehr unterschiedlich, sowohl in der Kindheit als auch in der Jugend. Jugendliche in der Pubertät haben einen anderen Blick auf das Leben und werden anders reagieren als ein jüngeres Kind. Oftmals trauert eine 14-Jährige zunächst nach innen, gleichzeitig geht ihr Blick schneller in die Zukunft. Was wird nun werden? Wie soll es weitergehen?

Jugendlicher sitzt auf einer Brücke mit Kapu

Professionelle Hilfe & Anlaufstellen

Je wichtiger die verstorbene Bezugsperson und je dramatischer die Umstände, umso wichtiger ist es, frühzeitig Unterstützung zu suchen. Die Arbeit mit einem Psychologen, in Einzelsitzungen oder einer Kindertrauergruppe, kann eine erhebliche Hilfe für das Kind sein, vor allem nach besonders traumatischen Erlebnissen.

Eine Übernahme durch Krankenkassen erfolgt bislang nur, wenn das Kind ein krankhaftes Störungsbild aufweist. Trauer ist in den meisten Fällen jedoch keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion auf ein schlimmes Ereignis. Eltern sollten sich jedoch auf jeden Fall überlegen, ob sie ihr Kind durch eine professionelle Begleitung unterstützen können.

Als erste Anlaufstelle sind die Angebote der Telefonseelsorge hilfreich. Für ältere Kinder und Jugendliche bietet das Sorgentelefon »Nummer gegen Kummer« eine gute Möglichkeit für Gespräche und weiterführenden Rat. Zu empfehlen ist der Weg über den Kinderarzt oder den Hausarzt. Er weiß in der Regel, was es an regionalen Hilfsangeboten für trauernde Kinder gibt und kann einen Kontakt herstellen.

Interview


»Kinder sind oft besser als wir, zu erkennen, was für sie richtig ist.«

Oliver Junker

Oliver Junker, Jahrgang 1967, ist Kommunikationspsychologe und arbeitet seit vielen Jahren als Trauerbegleiter für Kinder. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel zum Thema und verfügt über eine langjährige Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und der Krisenintervention. Als Trainer und Systemischer Coach schult Oliver Junker Einsatzkräfte, ErzieherInnen und Bezugspersonen im Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen.

Herr Junker, wie oft erleben Sie es, dass Eltern sich einem trauernden Kind gegenüber falsch verhalten?

Ich möchte im Zusammenhang mit einer emotional hoch belastenden Situation nicht von »richtig« oder »falsch« sprechen. Viele Bezugspersonen und Eltern regeln solch eine Situation aus dem Bauch. Ein Teil dessen, was sie tun, ist auch meist hilfreich. Es gibt jedoch ungünstige Verhaltensweisen, die eine gesunde Verarbeitung für das Kind erschweren. Solches Verhalten kann entstehen, wenn wir uns emotional überfordert fühlen. Oder es gelingt uns nicht, unsere Erwachsenperspektive zu verlassen. In der Verkehrserziehung gehen wir immer wieder mal auf Augenhöhe des Kindes, um Situationen aus ihrer Sicht einzuschätzen. Doch gerade beim Thema Trauer nehmen wir oft nicht den Blickwinkel des Kindes ein.

Wie kann sich diese falsche Perspektive äußern?

Hier können einzelne Worte und Bemerkungen gerade bei kleinen Kindern falsche Bilder erzeugen, das erlebe ich immer wieder. Woran denkt ein Vierjähriger, wenn er das Wort »Krebs« hört? An das Tier aus dem Bilderbuch oder vom Urlaub am Meer. Hatte Papa einen Krebs, also das Tier, im Kopf, der ihm wehgetan hat? Wir erklären den Kindern so viel, aber wenn es um elementare Dinge geht, um Leben und Tod, kommt oft: Das verstehst du nicht, dafür bist zu noch zu klein. Oder: Ich weiß nicht, wie ich’s dir sagen soll. Gerade bei einer akut lebensbedrohenden Erkrankung und oft unabhängig davon, wie kurz die mögliche Lebenserwartung noch ist, wird im Vorfeld einiges gemacht, das wenig hilfreich für die betroffenen Kinder ist.


»Wir dürfen gegenüber unseren Kindern nicht lügen und nichts verschweigen, wenn es ernst wird.«

Viele Eltern möchten ihr Kind vor Stress schützen. Sie haben Sorge, es unnötig zu belasten.

Wichtig in jeder Krisen- oder Trauerkommunikation ist Aufrichtigkeit. Wir dürfen unser Kind nicht anlügen. Wenn wir sagen »Opa ist krank«, dann denkt ein Kind vielleicht an Erkältung und Schnupfen. Wenn wir weiter sagen, dass er »bestimmt bald wieder gesund ist«, dann empfindet es das Kind als massiven Stress und Vertrauensbruch, wenn der Opa ein halbes Jahr später doch stirbt. Wir dürfen gegenüber unseren Kindern nicht lügen und nichts verschweigen, wenn es ernst wird. Das heißt aber nicht, dass wir ihnen unnötig Angst machen müssen.

Welcher Umgang ist in so einer Situation angemessen?

Benennen Sie klar die möglichen Optionen. Beispiel: Opa hat eine Krankheit, die man Krebs nennt. Erklären Sie die Krankheit in knappen, einfachen Worten. Wenn das Kind mehr wissen will, wird es fragen. Sagen Sie, dass es eine schwere Krankheit ist und das man daran sterben kann. Aber die Ärzte probieren alles, damit Opa nicht stirbt. Kinder dürfen Hoffnung haben. Aber Sie brauchen die Wahrheit, ohne dass es Angst machend wird. Leider machen wir als Eltern schon frühzeitig den Fehler, dass wir immer nur die heile Welt verkaufen wollen. Und zwar ausschließlich. 


»Ein Hauptunterschied zu Erwachsenen liegt vor allem darin, dass Kinder nicht in ihrer Trauer verharren.«

Nach dem Tod einer wichtigen Bezugsperson. Was sollten die Erwachsenen im Umgang mit Kindern unbedingt beachten?

Erwachsene sollten vor allem wissen, dass Kinder trauern. Auf ihre eigene Art, die oft mit der Zeit nicht mehr sichtbar ist. Für die Unsichtbarkeit der Trauer gibt es vor allem zwei Gründe. Zum einen, dass in der Familie kein offenes Trauern möglich ist. In diesem Fall verhalten sich die erwachsenen Vorbilder oft ungünstig oder finden keinen Weg, ihre Trauer auszudrücken. Der zweite Grund, warum viele Kinder mit der Zeit immer weniger nach außen trauern, ist ihr Beschützerinstinkt. Sie wollen Mama oder Papa nicht noch trauriger machen.

Ein Hauptunterschied zu Erwachsenen liegt vor allem darin, dass Kinder nicht in ihrer Trauer verharren. Sie durchleben meist keine ausgedehnten Trauerphasen, sondern suchen immer wieder Ablenkung, um den Schmerz nicht zu spüren. Trauer bei Kindern kommt in Wellen. Viele Erwachsene können nur schwer damit umgehen, wenn ihre Tochter spielen will, obwohl gerade der Papa gestorben ist. Aber das ist ein natürlicher und gesunder Weg für Kinder, um die Situation einzuordnen und zu verarbeiten. Die meisten Kinder spüren, dass es für sie nicht gut ist, in einer Trauerstarre zu bleiben.

Wie überbringe ich meinem Kind die sehr traurige und dramatische Nachricht? Wie soll ich mich in dieser unmittelbaren Akutsituation verhalten?

Hier empfehle ich drei Schritte. Zuerst die Sachinformation, in klaren Worten ohne zu viel Details: Es ist etwas Schlimmes passiert, der Opa ist gestorben. Nach einer kurzen Pause sollte sofort die emotionale Information folgen: Ich bin sehr traurig deswegen, ich habe auch schon geweint. Mehr brauchen Sie im ersten Moment nicht zu tun. Beobachten Sie Ihr Kind und reagieren Sie darauf, wie es sich äußert. Seien Sie einfach da. Texten Sie Ihr Kind auf keinen Fall zu.

Der dritte Schritt sollte sein, dass Sie dem Kind seine typische »Sprunghaftigkeit« gestatten. Wenn es spielen will, spielen Sie mit ihm. Wenn das Kind seinen Umgang mit der Trauer leben darf, wird es Schritt für Schritt seine Bedürfnisse sichtbar machen. Dies können zunächst auch kleine Schritte sein, in größeren Abständen.


»Nur darüber zu reden, ist für Kinder meist nicht der richtige Weg.«

Wie wichtig ist es, mit meinem Kind immer wieder über die Situation zu reden?

Bei Weitem nicht so wichtig, wie viele Erwachsene glauben. Für Erwachsene sind Gespräche ein Lösungsszenario, viele Kinder und Jugendliche finden es jedoch auf Dauer oft sehr belastend. Darüber zu reden ist für Kinder meist nicht der richtige Weg. Vor allem, wenn sie das Gespräch nicht von sich aus suchen. Beim Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen im Alltag stehen andere Dinge im Vordergrund.

Wie sollen sich Eltern stattdessen verhalten?

Es geht um die kleinen Impulse. Um ganz viel Wahrnehmung und Wertschätzung. Kinder brauchen Sicherheit und Geborgenheit, keine Problemgespräche, die ihnen von außen nahegelegt werden. Eltern können Angebote machen, zum Beispiel durch besondere Aktionen, wie das Bemalen von Steinen für den Verstorbenen. Oder das Anschauen von Bilderbüchern, die sich mit dem Thema Tod befassen. Wichtig sind Aktivitäten, bei denen die Kinder sich austoben können. Und sie brauchen Anregungen, wie sie mit ihrer individuellen Trauer umgehen können. Das alles braucht viel Zeit und Geduld. Als Erwachsene haben wir leider auch in der Trauerarbeit oft ein anspruchsorientiertes Lösungsdenken. Das entspricht aber nicht der Kindersicht. Kinder gehen in der Trauer ihre ganz eigenen Wege.

Gibt es Warnzeichen, die darauf hindeuten, dass bei einem Kind Trauer gar nicht oder auf psychisch gefährdende Weise verarbeitet wird?

Ein ernst zu nehmendes Warnzeichen ist vor allem bei Schulkindern der deutliche und anhaltende Verlust an Lebensfreude, der absolute Rückzug von Freunden und allem, was vorher Spaß gemacht hat. Gerade in Richtung Pubertät ist natürlich auch jede Form von Auto-Aggressivität ein deutliches Signal für eine sehr ungünstige Entwicklung. Hierbei handelt es sich letztlich meist um eine Ventilfunktion. Wer sich ritzt oder sonst wie schadet, fügt sich damit äußere Schmerzen zu, um die inneren nicht mehr zu spüren.
Kinder können Trauer jedoch meist gut verarbeiten, wenn man sie kindgerecht begleitet und ihnen Hilfe anbietet. Bei einem dramatischen Verlust der Lebensfreude oder bei sehr dramatischen Todesumständen sollte jedoch unbedingt professionelle, psychologische Hilfe gesucht werden.


»Von Kindern bekomme ich die direkte Rückmeldung: das tut mir gut oder das finde ich blöd.«

Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen nach all den Jahren, in denen Sie mit trauernden Kindern und Jugendlichen arbeiten? Haben Sie für sich etwas daraus gelernt?

Von Kindern bekomme ich die direkte Rückmeldung: das tut mir gut oder das finde ich blöd. Kinder sind oft besser als wir, zu erkennen, was für sie richtig und wichtig ist. Diese intuitive Selbstsorge ist vielen Erwachsenen verloren gegangen. Hier können wir von Kindern lernen.

Was mich darüber hinaus fasziniert ist, dass Kinder wahre Philosophen sind, wenn es um Vorstellungen zu Tod und Vergänglichkeit geht. Und wie dankbar sie in unseren gemeinsamen Sitzungen Impulse annehmen und umsetzen. Das ist auch für mich eine sehr bereichernde Arbeit.

Mehr Hilfe gibt es auf www.novitas-bkk.de

Die Novitas BKK für Familien

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