Alles Wichtige zum Valsartan-Rückruf

Vielen Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, werden valsartanhaltige Arzneimittel verordnet. Anfang Juli riefen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die Europäische-Arzneimittel-Agentur (EMA) europaweit Präparate zurück, die den Wirkstoff Valsartan eines bestimmten Herstellers enthielten. Der Grund für den Rückruf: Eine produktionsbedingte Verunreinigung des Wirkstoffs Valsartan mit einem mutmaßlich krebserregenden Stoff.

Auch wenn der Rückruf der betroffenen Chargen inzwischen abgeschlossen ist, sind viele Patienten verunsichert. Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen:

Wie können Sie feststellen, ob Ihr Medikament betroffen ist?

Das BfArM empfiehlt Patienten, die valsartanhaltige Arzneimittel einnehmen, sich mit ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung setzen. Diese können abklären, ob das von ihnen eingenommene Arzneimittel aus einer der zurückgerufenen Chargen stammt.

Wer selbst nachschauen möchte, ob das eigene Präparat vom Rückruf betroffen ist, findet auf der Website der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) eine kontinuierlich aktualisierte Liste.

Wie sollten Sie sich verhalten, wenn Ihr Präparat betroffen ist?

Die Experten betonen, dass die Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden sollen, da das gesundheitliche Risiko eines Absetzens um ein Vielfaches höher liegt als das mögliche Risiko durch eine Verunreinigung.

Patienten, die valsartanhaltige Arzneimittel einnehmen, sollten sich mit ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung setzen. Sollte Ihr Präparat aus einer der verunreinigten Chargen stammen, stellt Ihnen Ihr Arzt eine neue Verordnung aus.

Müssen Sie eine Selbstbeteiligung bezahlen, wenn Sie sich ein neues Rezept holen, weil das Ihnen verordnete Arzneimittel zu den verunreinigten Chargen gehört?

Mittlerweile ist bekannt, welche valsartanhaltigen Arzneimittel nicht von dem Rückruf betroffen sind. Daher empfiehlt das BfArM, dass Patienten auf ein solches Arzneimittel umgestellt werden sollten.

Momentan gibt es noch drei Generikahersteller sowie die Originalpräparate von Novartis und einige wenige Reimporte zum Original, die nicht von diesem Rückruf betroffen sind. Für die Generikaprodukte (Hersteller: TAD, dura und Aurobindo) fällt eine erneute gesetzliche Zuzahlung an. Für die Originalpräparate und Reimporte fallen zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung noch Mehrkosten an.

Die Novitas BKK hat entschieden, für diese „Ersatzverordnungen“ den Versicherten einmalig die Zuzahlung zu erstatten, um doppelte Ausgaben zu vermeiden.

Die Mehrkosten (= Differenzbetrag zwischen Festbetrag und Verkaufspreis) für die Originalpräparate des Herstellers Novartis sowie die Mehrkosten für Reimporte übernimmt die Novitas BKK nicht.

Teilweise stellen Ärzte auch Privatrezepte aus. Auch diese Kosten erstattet die Novitas BKK einmalig.

Bitte senden Sie uns die entsprechenden Belege mit der Post oder besuchen Sie eine unserer Geschäftsstellen und reichen dort Ihre Unterlagen ein.

Weitere Informationen

Viele weitere Informationen und einen Frage-Antwort-Katalog zum Valsartan-Rückruf finden Sie auf der Website des BfArM.

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