„Teen & Baby“: Tatkräftige Hilfe für junge Mütter

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Besuch beim Essener Solidaritätspreisträger 2014

Im vergangenen November wurde das Projekt „Teen & Baby“ des Sozialdienstes katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. (SkF) von Oberbürgermeister Reinhard Paß, ThyssenKrupp-Arbeitsdirektor Oliver Burkhard und Novitas BKK-Vorstand Reiner Geisler mit dem Essener Solidaritätspreis 2014 ausgezeichnet. OB Reinhard Paß, Oliver Burkhard und Reiner Geisler haben sich jetzt noch einmal persönlich vor Ort über die Arbeit der Einrichtung informiert. Kern des Projekts ist ein Wohnheim, in dem schwangere Teenager Zuflucht finden und mit ihrem Baby längere Zeit leben können.

„Idealerweise kommen die Mädchen schon während ihrer Schwangerschaft zu uns“, erklärte Dr. Björn Enno Hermans, Geschäftsführer beim SkF, „so können wir den weiteren Verlauf der Schwangerschaft noch positiv beeinflussen und bei organisatorischen Fragen helfen.“

„Ich bin tief beeindruckt“, sagte Reinhard Paß, „ein Besuch vor Ort ist wichtig und bringt mir persönlich viel: Es hilft, zu sehen, wie das Leben sich wirklich abspielt. Das erdet einen immer wieder.“

„Es ist eine schöne Tradition geworden“, betonte auch Novitas BKK-Vorstand Reiner Geisler, „die Preisträger noch einmal zu besuchen und ihre Entwicklung zu verfolgen. Nur so hat man die Möglichkeit, die Probleme hautnah mitzubekommen.“

Und die gibt es bei der täglichen Arbeit immer wieder: „Manchmal fühlt man sich als Fachpersonal nicht richtig wertgeschätzt“, bekennt Dipl.-Sozialarbeiterin und Einrichtungsleitung Ina Heiermeier. „Unser Beruf kann emotional sehr belastend sein. Man muss lernen, loszulassen und die Sorgen nicht mit nach Hause zu nehmen. Am Ende des Tages zehrt man von den jungen Müttern, die es geschafft haben, sich abzunabeln und auf eigenen Beinen zu stehen.“

Der Kontakt zu „Teen & Baby“ soll auch künftig weiter bestehen. Dies bestärkte auch ThyssenKrupp-Arbeitsdirektor Oliver Burkhard, als er sich persönlich an Ina Heiermeier wandte: „Wenn irgendetwas ist, wenn Sie irgendetwas brauchen – zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Wir helfen gerne!“ 

Der Essener Solidaritätspreis erinnert an die Gründung der Kruppschen „Hülfs-Krankenkasse“ durch Alfred Krupp im Jahr 1836. Er ist mit 2.500 Euro dotiert und ehrt Gruppen oder Personen, die in beispielhafter Weise Solidarität üben. Er wird seit 2006 jährlich vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Kindertagesstätte Levinstraße in Essen-Dellwig, das Hospiz Essen-Steele, die Fürstin Franziska Christine-Stiftung und die Borbecker Tanzgruppe „Flotte Socken.“

Ansprechpartner

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